Der Stellenwert von Aquaristik und Terraristik beim Artenschutz
Mit schöner Regelmäßigkeit, meist im ansonsten nachrichtenarmen "Sommerloch", wird in den Medien die Mär von der Bedrohung von Tier- und Pflanzenarten durch verantwortungs- und gewissenlose Exotenhalter ausgegraben. Dann wird mit ungeheuren Zahlen jongliert, deren Quellen in aller Regel nicht bekannt gegeben werden und - das ist charakteristisch für diese Art der Berichterstattung - ein kruder Mix aus tierschutzrelevanten Themen (Transport, Quarantäne, Möglichkeit artgerechter Haltung, Sterbequoten, etc.), umweltschutzrelevanter Themen (z.B. Fang von Korallenfischen mit Gift) und dem Spiel mit menschlichen Urängsten (die potentielle Gefahr durch entwichene oder ausgesetzte Giftschlangen, Krokodile, Skorpione etc.) präsentiert. Am Ende dieses Horrorszenarios sind Aquarianer und Terrarianer dann als in mafiösen Untergrundbewegungen straff organisierte Raritätenjäger dargestellt, deren einzige Lebensaufgabe darin zu bestehen scheint, seltene Tiere und Pflanzen durch rücksichtsloses Nachstellen an den Rand der Ausrottung zu treiben und sie in finsteren Kellern unter grausamen Bedingungen langsam zu Tode zu foltern.
